Woher kommen diese Kinder?

Berichte von AussteigerInnen über Zwangs-Schwangerschaften, eingeleitete Geburten und anschließende „Opferung“ der Babys gibt es immer wieder, Bewiesen werden konnten sie unseres Wissens bislang nicht.

Unstrittig sind große Zahlen von vermissten Kindern, Entführungen und Kinderhandel, insbesondere aus weltweiten Krisenherden, aber auch aus Deutschland.

Wir wissen, dass entführte Kinder in den Händen von Pädokriminellen gestorben sind (z.B. bei Dutroux oder im Falle eines entführten Flüchtlingskindes im Oktober 2015 in Berlin). In anderen Fällen, z.B. bei vermissten Geflüchteten oder Kindern, die aus Naturkatastrophen wie dem Tsunami oder Erdbebengebieten verschwinden, kann zumindest niemand ausschließen, dass sie nicht teilweise auch in den internationalen Kinderhandel geraten oder von pädokriminellen Täter/innen oder Banden gequält und getötet worden sind. Es gibt weltweit erstaunlich viele Kinder, die nicht registriert sind und deren Verschwinden nicht offiziell auffällt.



Informationen zu diesem Thema:

Geflüchtete Kinder in Deutschland sind gefährdet

Nach WDR-Recherchen [1] wurden 2015 insgesamt 8.006 Kinder- und Jugendliche, die als unbegleitete Flüchtlinge nach Deutschland kamen, als vermisst gemeldet

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Natascha Kampusch und andere Fälle, in denen Menschen „verschwunden“ sind

Im August 2006 konnte sie sich selbst befreien. Natascha Kampusch war im Alter von 10 Jahren, am 2.3.1998 bei Wien entführt und 8 Jahre lang in einem Keller gefangen gehalten worden. [1] Es gibt in ihrem Fall keine Hinweise auf Rituelle Gewalt, aber ihre Geschichte gibt ein paar grundsätzliche Antworten in Bezug auf die Fälle organisierter Gewalt, wie wir sie auf dieser Internetseite beschreiben.

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Haftstrafen für Elternpaar nach Teufelsaustreibungen

Im März 2011 wird ein Ehepaar aus Steinheim im Kreis Höxter/NRW verurteilt, die eigene Tochter elf Jahre lang sexuell misshandelt zu haben. Teilweise sollen diese Taten im Rahmen von Teufelsaustreibungen stattgefunden haben.

Das Opfer dieses Ehepaares war eine ihrer Töchter.


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Kidwelly/Wales – Sektenführer und Helferinnen verurteilt

Im März 2011 wurden vier Erwachsene aus Wales, Großbritannien (ein Mann und 3 Frauen) verurteilt wegen jahrelanger sexualisierter Gewalt an Jungen und Mädchen. Das Gericht stellte fest, dass der Haupttäter der Leiter eines satanistischen Kultes war und die Kinder in diesem Rahmen manipuliert und eingeschüchtert hat.

Über die Herkunft der Kinder, die in diesem Kult misshandelt wurden, ist wenig bekannt. Eines der Opfer beschrieb in einer Autobiographie 2015, dass ihre Mutter und ihr Stiefvater Mitglied in dieser Gruppe waren. [1]

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Urteil gegen den Musiker „Oliver Shanti“

Im Jahr 2009 wurde der deutsche New-Age-Musiker und Sektenführer „Oliver Shanti“ von einem Münchner Gericht verurteilt, Kinder seiner Anhänger/innen in den 1980er Jahren sexuell misshandelt zu haben. Er bekam eine Haftstrafe von fast sieben Jahren.

Die Kinder, für deren Misshandlung „Oliver Shanti“ sich vor Gericht verantworten musste, stammten wohl aus den Familien seiner Anhänger/innen. Der Stern schrieb 2008, dass er diese gezielt ansprach.


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Dutroux und andere in Belgien

Im Jahr 2004 wurde Marc Dutroux verurteilt, weil er mehrere Jahre lang Mädchen und junge Frauen in Belgien entführt, vergewaltigt, gefoltert und getötet hat. Drei Kompliz/innen erhielten ebenfalls Haftstrafen. Dass Dutroux selbst zu einer Sekte gehörte, darauf gibt es keine Hinweise. Belegt sind aber Hinweise darauf, dass er evtl. Kinder an einen Satanskult liefern sollte. Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass er Verbindungen zur Stasi und in europaweite pädokriminelle Netzwerke hatte. Damit gibt dieser Fall für unser Thema hochinteressante Einblick in vernetzte Täter/innen-Strukturen. Die Hinweise auf Satanismus bei Dutroux haben wir unter der Rubrik „Religiöse und ideologische Hintergründe“ dokumentiert, die Hinweise auf die Stasi unter „Was sagt die Politik?“.

Sabine Dardenne war eines der beiden Mädchen, die lebend aus Dutrouxs Keller befreit werden konnten.  Sie schreibt in Ihrem Buch, wie sie auf einer Landstraße von Dutroux und einem Komplizen von ihrem Fahrrad in ein Auto gezerrt und entführt wurde. [1] Die anderen fünf nachgewiesenen Opfer von Dutroux wurden ebenfalls entführt.

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„Höllenleben“ – „Nicki“ zeigt Kindstötung auf der Wewelsburg an

Im Dezember 2001 strahlte die ARD den Dokumentarfilm „Höllenleben“ aus, in dem eine Frau mit DIS (Dissoziativer Identitätsstruktur, siehe Begriffserklärungen), die sich „Nicki und die Bärenbande“ nennt, von Ritueller Gewalt in ihrer Kindheit in einer satanistischen Sekte erzählt. „Nicki“ zeigte sich im Rahmen der Recherchen zum Film selbst wegen Kindstötung an.

„Nicki“ beschreibt im Film „Höllenleben“, wie ihre zum Sendezeitpunkt bereits verstorbene Mutter selbst sie in die Hände der Täter gegeben hat. [1]

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Colonia Dignidad – Paul Schäfer misshandelt Sektenmitglieder

Im Jahr 2006 wird Paul Schäfer verurteilt, Kinder in seiner freikirchlichen Sekten-Kolonie „Colonia Dignidad“ vergewaltigt und gefoltert zu haben. Außer ihm werden weitere Komplizen verurteilt. Die „Colonia Dignidad“ hat nachweislich mit dem chilenischen Geheimdienst zusammen gearbeitet und Menschen gefoltert und getötet.

Baustelle: Wir haben für dieses Thema nur deutsche Quellen ausgewertet. Wenn Sie chilenische oder argentinische Quellen mit weiteren Informationen für uns beisteuern können, melden Sie sich gerne bei uns.

Als Jugendpfleger wurde Paul Schäfer mehrfach mit sexualisierten und nicht sexualisierten Gewalttaten an den ihm anvertrauten Jungen auffällig. Meist regelten seine Arbeitgeber das intern – zu polizeilichen Anzeigen und Ermittlungen kam es erst 1961. Dokumentiert sind die Erinnerungen Aussagen von Menschen, die als Kinder in den Jugendlagern, Chören und Aktivitäten von Schäfers eigener Glaubensgemeinschaft oder Sekte mitwirkten. [1]


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„Thakar Singh“: Kleinkinder mussten stundenlang meditieren

1994 und 1995 wurden zwei Frauen in Bayern wegen Kindesmisshandlung verurteilt, weil ihnen anvertraute Kinder stundenlang meditieren mussten.

Baustelle: In diesem Fall sind noch viele Fragen offen. Wenn Sie uns unterstützen möchten, klicken Sie hier.

Betroffen waren in Gauting die Kinder von Sektenanhängerinnen. [1], [2]


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Angaben zu Täter/innen aus den USA von 1989

Thorsten Becker übersetzte [1] einen Auszug aus dem Bericht der Ritual Abuse Task Force der Los Angeles County Commission for Women 1989:


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