Warum Rituelle Gewalt von der Polizei oft nicht erkannt wird

In der Zeitschrift „Die Kriminalpolizei“ 1/2013 veröffentlichte Manfred Paulus, Erster Kriminalhauptkommissar im Ruhestand, einen Artikel mit Antworten auf diese Frage.

Hier finden Sie eine Zusammenfassung:

„Das, was … kinderpornografische Produkte in Bild und Ton beinhalten, ist primärer, polizeilicher Ermittlungsauftrag und primäres Ziel jeglicher Strafverfolgung – und nicht die Verbreitung kinderpornografischer Schriften, die der Gesetzgeber fälschlicherweise in den Vordergrund stellt.“

Im weiteren Text werden diverse Fälle, die sich auch in unserem Infoportal wieder finden, beschrieben. Ferner bestätigt Paulus wird die Existenz eines Snuff-Videos, das eine Rituelle Tötung eines Kindes nach sexualisierter Gewalt zeigt.

„Es gibt sie also, diese Rituelle Gewalt in Deutschland. Es gibt sie in unterschiedlichster Form und mit unterschiedlichsten Motiven: Religiösität und religiöser Wahn, Kannibalismus, Satanismus, Sexuelles oder Sadistisches Verlangen, Gewalt, Macht, Dominanz, Demütigung, Erniedrigung, Geld…“

Als Gründe auf Seiten der Ermittler nennt Manfred Paulus Unerfahrenheit, Schulungsdefizite, Fehlinterpretationen, mangelnde statistische Erfassung, durch Traumatisierung verzerrte Erinnerungen der Opferzeug/innen, ein Versagen des Opfer- und Jugendschutzes durch öffentliche und gemeinnützige Institutionen und bisher ausgebliebene Fahndungserfolge. Er plädiert für eine Anzeigepflicht.

Quelle:
Paulus, Manfred, Erster Kriminalhaupkommissar im Ruhestand (EKHK a.D.): Artikel „Ku-Klux-Was? – Rituelle Gewalt in Deutschland – (K)Ein Thema für die Gesellschaft, (k)ein Thema für die Polizei?“ Erschienen in Zeitschrift „Die Kriminalpolizei“ 1/2013 (Link zum Online-Artikel)