Wissenschaftliche Fragen und Antworten

Auch Wissenschaft und Forschung beschäftigen sich weltweit – zumindest hin und wieder – mit Fragen zur Rituellen Gewalt. Da die politische und gesellschaftliche Anerkennung dieser Verbrechensformen aber noch nicht sehr weit fortgeschritten ist, gibt es nur vereinzelte wissenschaftliche Forschungsprojekte.

In Ermangelung besserer Quellen geben wir darum hier in Einzelfällen auch Hinweise auf Fragebogenaktionen, Bachelor-, Master-, Doktor- oder Diplomarbeiten zum Thema Rituelle Gewalt, auf Fachvorträge oder besondere nicht-validierte Studien. Da wir mit Quellenhinweisen arbeiten, entscheiden Sie bitte selbst, was davon für Sie relevant ist.

Eine fachkundige Analyse, warum Forschung im Bereich Ritueller Gewalt selten stattfindet und auch schwer umzusetzen ist, liefert Claudia Igney in ihrem Buchartikel „Stand der Forschung in Deutschland“ im Buch von Fliß/Igney 2010, „Handbuch Rituelle Gewalt“, Verlag Pabst Science Publishers Lengerich 2010.

 



Informationen zu diesem Thema:

Ergebnisse der Online-Befragung: Warum wird sexualisierte Gewalt so selten angezeigt?

2014 hat das Kriminologische Institut der Universität Heidelberg eine Online-Umfrage unter Betroffenen von Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung durchgeführt. Die Ergebnisse sind in der sogenannten „DASS-Studie“ veröffentlicht worden.


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2000 Personen aus 40 Ländern beteiligen sich am „Extreme Abuse Survey“ 2007

Thorsten Becker, Wanda Karriker, Bettina Overkamp und Carol Rutz sind die Autor/innen des internationalen „Extreme Abuse Survey“ (EAS) 2007. Bei dieser anonymen Online-Umfrage beteiligten sich 2000 Menschen. Die Ergebnisse können unter der Homepage der Umfrage als PDF-Dateien auf Deutsch und Englisch herunter geladen werden.


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Blutfetisch – Eine Analyse jugendgefährdender Inhalte

2007 hat Dr. Rainer Fromm, Journalist, Kenner und Kritiker der extremen Gewaltphänomene und Sektenexperte, für die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften einen ausführlichen Artikel  über die Faszination von Blut verfasst.

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Befragung aus Rheinland-Pfalz 2007 bestätigt : Jede/r 10. Psychotherapeut/in kennt Überlebende Ritueller Gewalt

In Erweiterung der Studie aus NRW 2005 hat der Arbeitskreis „Rituelle Gewalt in Rheinland-Pfalz“ im Jahr 2007 eine erweiterte Studie durchgeführt – und darin die Ergebnisse aus NRW auch für Rheinland-Pfalz und das Saarland bestätigt. Auch hier wurden Psychotherapeut/innen befragt, inwieweit sie Überlebende Ritueller Gewalt behandeln. Eine Präsentation zu den Ergebnissen aus Rheinland-Pfalz gibt es online unter diesem Link.

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Befragung von „Vielfalt e.V.“ 2005

Der Verein „Vielfalt e.V.“ verschickte in Kooperation mit dem Zentrum für Psychotraumatologie Kassel im Jahr 2005 Fragebögen an 36 Begleiter/innen von Betroffenen Ritueller Gewalt in 10 Bundesländern.


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Befragung in NRW 2005: Jede/r 10. Psychotherapeut/in kennt Fälle Ritueller Gewalt

In einer Studie der Arbeitsgruppe „Rituelle Gewalt“ (R. Kownatzki, B. Hahn, S.Eilhardt, A. Kownatzki) wurden im April/Mai 2005 insgesamt 1950 Vertrags-Psychotherapeut/innen aus dem Ruhrgebiet Bereich Regionalverband Ruhr (ca. 5,3 Mio EW) incl. der Städte Düsseldorf und Münster schriftlich über ihre Erfahrungen mit Fällen Ritueller Gewalt befragt.

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ISSD-Pilotstudie Deutschland 1997

Die Wissenschaftsjournalistin Ulla Fröhling, die Diplom-Psychologin und Traumatherapeutin Michaela Huber und Dr. Frauke Rodewald von der Medizinischen Hochschule Hannover führten bereits 1997 eine Pilotstudie zu Ritueller Gewalt für die ISSD – Deutsche Fachstudiengruppe durch. Sie fragten, ob es in Deutschland Personen gab, die von Traumatisierungen durch Tätergruppen im Rahmen von rituellen Handlungen berichteten.


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Bericht des Niederländischen Justizministeriums, Den Haag 1994, und die Studien zu „Oude Pekela“

Die Arbeitsgruppe Ritueller Missbrauch des niederländischen Justizministeriums in den Haag, Dezernat Staats- und Strafrecht, legte im April 1994 einen Bericht vor. [1]

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